Highway 1

Weiter gehts nun Richtung Norden. Die schönste Route in den Norden Kaliforniens führt über den berüchtigten Highway 1 (California State Route 1 oder CA-1). Diese führt von San Diego bis nach San Francisco. Wir konzentrieren uns hier auf das Teilstück zwischen Los Angeles und San Francisco. Kurz nach dem Grossraum Los Angeles führt die Route an der schönen Küste entlang. Zuerst scheint die Landschaft noch etwas öde. Nach Santa Barbara verlässt die Route die Küste und erst bei Morro Bay erblickt man wieder den Pazifik. In Morro Bay erhebt sich prächtig der Morro Rock. Ein runder Felsen, welcher sich am Strand knapp 180m in die Höhe erstreckt. Ein erstaunlicher Anblick. Man fragt sich wie es dieser Felsen dorthin geschafft hat. Der Fels ist ein Produkt von einem Vulkanausbruch – ein sogenannter Lavadom. Nach Morro Bay wird die Strecke besonders beeindruckend. Die Route führt eng an der Küste entlang. Auf der linken Seite steile Klippen, wunderschöne Buchten, kleine Sandstrände und auf der rechten Seite der Strasse erhebt sich das Küstengebirge.

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Die Stadt der Engel

Nun sind wir in der grössten Metropole Kaliforniens und der zweitgrössten Stadt der USA: Los Angeles. Prächtig erhebt sich Downtown in der Mitte der Stadt. Im Osten der Zentrums liegt Chinatown mit vielen Gebäuden und kleinen Geschäften (vorallem für Touristen) im chinesischen Baustil. Und nördlich von Downtown, in Hollywood, der weltbekannte Hollywood-Schriftzug in den Hollywood-Hills und natürlich die Universal Studios. Der Park der Universal Studios ist eine sehenswerte Attraktion mit aufwändigen Szenenparks und Bahnen. Dann in Santa Monica die schönen Palmenalleen und der lange Sandstrand. Doch diese Stadt hat auch einen riesen Nachteil. Durch die Lage zwischen den vielen Hügeln und dem starken Verkehr herrscht über der Stadt einen kostanten Smog. Los Angeles hat die stärkste Luftverschmutzung der USA. Für einen Tag ging es auch in die Mojave-Wüste. Nach einer knapp zweistündigen Fahrt durch die Wüste liegt am Fusse eines kleinen Gebrigszug die Geisterstadt Calico. Eine sehr schön erhaltene und zum Teil auch rekonstruierte Stadt, welche im Zuge des Silberbergbaus in die 80er Jahren des 19. Jahrhunderts aufgebaut wurde. Doch kurz darauf fiel der Silberpreis in den Keller und die Stadt wurde aufgegeben. Zu Ihrer Blütezeit hatte diese über 500 Minen und 1’200 Einwohner. Nun wieder einige Fotos:

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Kalifornien!

Endlich ist es soweit. Ein Drittel der Reise ist bereits vergangen und die Westküste wurde nach mehr als 8000km fahrt erreicht. Die Reise von der im „Valley of the Sun“ liegenden Stadt Phoenix nach Kalifornien führte durch die Wüste (ein kurzes Stück davon Sandwüste) und die Cuyamaca Mountains an der mexikanischen Grenze. Kaum ist das kleine Gebirge durchquert, ist Kalifornien sofort zu erkennen. Der Baustil der Häuser welcher sich verändert und unzählige Palmen. Nach einer Woche Wüste, gings so schnell wie möglich an die frische Meeresluft: In San Diego an den Strand im kleinen Stadtteil „Ocean Beach“. Nach einem kurzen und erholsamen Aufenthalt in San Diego war das nächste Ziel die Stadt der Engel: Los Angeles. Erster Halt in Long Beach. Und wie der Name es bereits erwähnt –  der Strand ist sehr lang! Gegen Abend gabs noch ein kurzer Spaziergang im Griffith Park mit einer schönen Aussicht über die Metropole. Ein paar Impressionen, beginnend mit der Skyline von Phoenix:

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Arizona

Nun verlassen wir New Mexico und durchqueren einen weiteren Staat auf dem Weg zur Westküste. Die Reise führt dabei durch Arizona. Bis nach Flagstaff noch der Route 66 entlang. Doch da diese leider nicht immer durchgehend befahrbar ist, findet ein grosser Teil dieses Abschnittes auf der Interstate statt. An der Grenze von New Mexico zu Arizona befinden sich einige Felsbehausungen der Anasazi-Indianer, welche das Gebiet bis ca. 1200 n. Chr. bewohnten. Danach zog dieses Urvolk nach Norden und Osten – eine langanhaltende Dürreperiode vertrieb diese Indianer aus ihrer Heimat. Eine weitere beeindruckende Sehenswürdigkeit ist der „Meteor Crater“. Ein äusserst gut erhaltener Krater mit einem Durchmesser von 1200m, entstanden durch einen Meteoriten-Einschlag vor etwa 50’000 Jahren. Bis nach Flagstaff geht der Roadtrip durch die Wüste. Doch bei Flagstaff ändert sich dies für einen Moment komplett. Auf dem Weg nach Sedona fährt man durch dichte Wälder und Schluchten mit gewaltigen Steinformationen aus rotem Sandstein. Besonders schön sind diese Felsen bei Sonnenauf- oder -untergang. Das nächste Ziel heisst nun Phoenix. Doch bevor wir in Phoenix ankommen, geht es zuerst über die Bradshaw Mountains. Die Landschaft wird wieder kahl, das Klima heiss und hunderte von Kakteen schiessen aus dem Boden.

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South West

Nach dem Verlassen von Oklahoma City verändert sich schlagartig die Vegetation. Bäume sind immer weniger zu sehen, umso mehr trockene Landschaften mit Sträuchern und vereinzelt auch Kakteen. Auf dem Weg Richtung Texas führt die Route 66 an vielen verlassenen Häusern und „Ranches“ vorbei. Die meisten davon noch mit einem alten Windrad ausgestattet und teilweise liegen auch noch ältere und verrostete Autofracks im Rasen. Amarillo ist der erste Halt in Texas. Etwas südlich davon liegt ein wunderschöner Canyon. Der Palo Duro Canyon. Er ist der zweitgrösste Canyon in den USA, aber im Vergleich zum grösseren Bruder, dem Grand Canyon, nicht dermassen von Touristen überloffen. Nun geht die Reise weiter nach New Mexico. Das Ziel ist fürs erste Albuquerque. Doch mit einem kleinem Umweg zum Südfuss der Rocky Mountains, wurde dieser Trip zu einer traumhaften, aber langen, Autofahrt durch diverse Landschaften. Von der kahlen Wüste bis hin zu Wälder und schneebedeckten Bergen. Erstaunliche Gegensätze. Albuquerque liegt mitten in der Wüste, welche gewaltige Gesteinsformationen zu bieten hat. Und wieder ein paar Fotos:

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Country, Rock ’n‘ Roll & Blues

Tennessee – ein Staat voller Emotionen. Ausgedrückt in Musik. Sei es Blues, Jazz, Rock ’n‘ Roll oder Country. Beim Durchqueren des Staates über die Interstate 40 begegnet man gleich zwei wichtigen Zentren der Musik. Erster Halt in Nashville. Das Zentrum der Country Musik, vorallem bekannt für Johnny Cash. Der Broadway in Nashville ist die legendäre Strasse in der Stadt, welche über eine vielzahl an Country-Bars, sowie über das Johnny Cash-Museum verfügt. In Nashville ist auch der Nachbau des Parthenon, ein griechischer Tempel, anzutreffen. An der Grenze zu Arkansas, beim Mississippi-River, kommt man an Memphis vorbei. Memphis, ein wichtiges Zentrum für den Blues und Rock ’n‘ Roll. Elvis Presley begann dort seine Karriere. Auch der Blues und Jazz spielt dort eine wichtige Rolle. B.B. King ist nur einer von vielen Blues-Gitarristen und -Sänger aus Memphis, welche die Musikszene prägten. Eindrücklich in Memphis ist auch das Mississippi-River-Museum über die Geschichte des Flusses und die berüchtigten Steamboats (Raddampfer).

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Bäume und Hügel bis zum Horizont

North Carolina – ein sehr abwechslungsreicher Staat. Von der Ostküste mit Sümpfen, Strände, Lagunen und unzähligen Feldern der Landwirtschaft bis hin zu Hügeln, Tälern, Wäldern und Seen. Die Reise geht nun ins Landesinnere. Zuerst einen Aufenthalt in der Grossstadt Charlotte. In Downtown von Charlotte hat es einige kleinere Wolkenkratzer, welche bei Nacht eindrücklich aussehen. Nach der Grosstadt geht es weiter westwärts und schon sieht man die Hügel kommen. Wir sind am Südfuss der Appalachen. Dies ist ein Gebirgszug welcher sich bis nach Kanada erstreckt. Der höchste Punkt der Appalachen ist der Mount Mitchell mit einer Höhe von 2037 Metern bzw. 6684 Fuss. Vom Gipfel aus ergibt sich ein wunderschönes Panorama. Duzende von dicht bewaldeten Hügeln – und dies bis zum Horizont. Eindrücklich. Etwa 50 Meilen südlich liegt die Stadt Asheville, welche zwischen den Hügeln eingebettet ist. Nun wieder einige Fotos.

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Virginia

Nun geht es weiter Richtung Süden. Der letzte sehenswerte Halt in Maryland war das Fort Washington – eine Festung, welche erbaut wurde um Washington D.C. im Jahre 1812 vor den Briten und kurz darauf vor den Spaniern zu schützen. Auch während dem Sezessionskrieg (Bürgerkrieg) hatte das Fort einen wichtigen Standpunkt. Nach einer längeren Fahrt durch grosse Wälder auf der Interstate 95 kommt Richmond, Virginia. Eine kleinere Stadt, auch wieder mit einer interessanten Vergangenheit. Sehenswert sind dort das Museum über den Bürgerkrieg sowie auch alte Industiegebäude um das Jahr 1900. Zudem verfügt Richmond über eine schöne Kathedrale. Etwa 20 Meilen südlich liegt Petersburg, welche auch wieder über zahlreiche Gebäude aus der selben Epoche verfügt.

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District of Columbia

Washington D.C. – Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Monumental und eindrücklich. Egal was – ob das U.S. Capitol, The White House, das Lincoln Memorial, das Washington Memorial oder das National Archiv Building – die Marmorgebäude im neoklassischen Stil sind gewaltig. Es erinnert an das antike Rom – weisse Säulen wie die Tempel, Kuppeln wie das Phantheon, sowie die Statuen und Reliefs. Dazu kommen die unzähligen Gedenkstätten an die Gründerväter (z.B. Benjamin Franklin), Präsidenten (z.B. Abraham Lincoln), Generäle (z.B. U.S. Grant), Kriege etc. Beim Verlassen von D.C. über den Potomac River, kommt der Arlington National Cementery.  Dieser ist der zweitgrösste Nationalfriedhof der USA. Um die 260’000 Soldaten, Veteranen, hochrangige Mitarbeiter und mehr finden dorf ihre ewige Ruhe.

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Wälder, Wälder, Wälder…

„The Garden State“ – so wird der Staat New Jersey genannt. Dieser Spitzname wurde ja nicht umsonst erfunden. Ein grosser Teil des Staates wird von dichten Wäldern geprägt. New Jersey gehört zu den kleinsten und dichtbesiedelsten Staaten. Ich habe auch herausgefunden weshalb – sogar die Wälder sind besiedelt! Auf dem Weg durch die Wälder sind immer wieder kleine Dörfer anzutreffen. An der Strasse entlang sind Briefkasten aufgestellt und dahinter kommen zwischen den Bäumen die Häuser zum Vorschein. Nachdem die Wälder durchquert sind kommt schnell wieder dichtbesiedeltes Gebiet – und schon kommt Pennsylvania. Schon wieder! Diesmal gibt es aber nur einen Aufenthalt in Philadelphia. Wieder einige Impressionen:

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