The Silver State

Nevada ist der Staat mit dem grössten Goldvorkommen von ganz Amerika. Reich an Silber ist Nevada auch – und deswegen trägt er den Spitznamen „The Silver State“. Während dem Wilden Westen wurden in Nevada dutzende Minen und Ortschaften aus dem Boden gestampft und haben Namen wie etwa „Gold Hill“ oder „Silver City“. Diese Minen sind noch heute vorhanden – als Ruinen. Doch noch heute wird Gold und Silber gewonnen – aber mit neueren Technologien und an anderen Standorten. Bei den alten Minen sind auch kleine „Geisterstädte“ zu finden und diese werden teilweise auch noch bewohnt. Beeidruckend ist da der Kontrast zwischen den zerfallen Gebäuden und den noch bewohnten und neuen Häusern. In oder neben diesen ehemals boomenden Ortschaften sind auch immer wieder alte Autowracks und kleine Autofriedhöfe zu finden. Sehenswert ist auch die „Western“-Stadt namens Virginia City, welche heute ein beliebtes Touristenziel mit Western-Shows, etlichen Souvenirshops und Saloons ist. Besonders schön in Nevada ist der Lake Tahoe. Dieser See liegt auf einer Höhe von 1900m ü.M und ist umrandet von Kiefernwäldern und Gebirgen, während der Rest Nevadas aus Steppe und Wüste besteht.

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Sierra Nevada

Sierra Nevada – einer der grössten Gebirgszüge in Nordamerika. Auf spanisch übetsetzt bedeutet der Name „verschneiter Gebirgszug“. Er gehört weltweit zu den schneereichsten Hochgebirgen. Das faszinierende an der Sierra Nevada sind die Gegensätze. Von dichten Wäldern und Schneedecken bis hin zu kahlen Wüstengebiete. Einen Aufenthalt gab es in Bridgeport – einer kleinen Ortschaft im Mono County. Dieses County liegt im östlichen Zentralkalifornien und grenzt an Nevada. Besonders sehenswert in dieser Gegend sind der salzhaltige Mono Lake mit Kalttuff-Formationen und die Geisterstadt Bodie. Bodie ist die grösste Geisterstadt der USA. Die einst boomende Stadt während dem Goldrausch mit damals um die 10’000 Einwohnern brannte in den 30er Jahren fast komplett nieder. Die vom Brand verschonten Gebäude sind dank der geringen Luftfeuchtigkeit noch gut erhalten. Im Gegensatz zu vielen anderen „Ghost Towns“ wurde diese weder rekonstruiert noch renoviert und ist deswegen noch im originalen Zustand. Die Landschaft in dieser Gegend ist sehr kahl und liegt grösstenteils über der Baumgrenze.

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City by the bay

Halbzeit! Wir sind nun in der Halbzeit des USA-Road-Trips. Zu diesem speziellen Anlass gönnen wir uns eine knappe Woche in der wunderschönen Stadt San Francisco. Wunderschön ist nur der Vorname. Diese Stadt hat sehr vieles zu bieten auf relativ kompakten Raum. Alte, schon fast märchenhafte Holzhäuser im viktorianischem Stil, die Golden Gate Bridge, der Hafen, die Cable Cars und noch vieles mehr. In Frisco spürt man auch die Vielfalt an Kulturen und Nationalitäten. Doch für zu Fuss ist es eine anstrengende Stadt. Es geht auf und ab. Auf dem Stadtgebiet befinden sich 42 Hügel und der Grösste davon hat eine Höhe von 275m (die Twin Peaks). Die traditionellen Cable Cars, welche an den steilen Strassen auf und ab fahren, umgeben von den alten und vielfarbigen Holzhäusern, geben der Stadt einen unglaublichen Charme. Die Cable Cars sind erst seit den 80er-Jahren wieder im Betrieb, da das Schienensystem beim Erdbeben von 1906 zerstört wurde. Auch die Golden Gate Bridge ist ein grandioses Bauwerk. Die rostrote Farbe und die spezielle Lage mit den umliegenden Hügeln als Kulisse machen diese Brücke noch schöner – und immer wieder verschwindet diese teilweise oder ganz im Nebel welcher an den Hügeln hängen bleibt. Eine Attraktion ist natürlich auch die bekannte Gefängnisinsel Alcatraz. Ein Besuch und eine Audio-Tour lohnen sich auf jeden Fall.

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Highway 1

Weiter gehts nun Richtung Norden. Die schönste Route in den Norden Kaliforniens führt über den berüchtigten Highway 1 (California State Route 1 oder CA-1). Diese führt von San Diego bis nach San Francisco. Wir konzentrieren uns hier auf das Teilstück zwischen Los Angeles und San Francisco. Kurz nach dem Grossraum Los Angeles führt die Route an der schönen Küste entlang. Zuerst scheint die Landschaft noch etwas öde. Nach Santa Barbara verlässt die Route die Küste und erst bei Morro Bay erblickt man wieder den Pazifik. In Morro Bay erhebt sich prächtig der Morro Rock. Ein runder Felsen, welcher sich am Strand knapp 180m in die Höhe erstreckt. Ein erstaunlicher Anblick. Man fragt sich wie es dieser Felsen dorthin geschafft hat. Der Fels ist ein Produkt von einem Vulkanausbruch – ein sogenannter Lavadom. Nach Morro Bay wird die Strecke besonders beeindruckend. Die Route führt eng an der Küste entlang. Auf der linken Seite steile Klippen, wunderschöne Buchten, kleine Sandstrände und auf der rechten Seite der Strasse erhebt sich das Küstengebirge.

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Die Stadt der Engel

Nun sind wir in der grössten Metropole Kaliforniens und der zweitgrössten Stadt der USA: Los Angeles. Prächtig erhebt sich Downtown in der Mitte der Stadt. Im Osten der Zentrums liegt Chinatown mit vielen Gebäuden und kleinen Geschäften (vorallem für Touristen) im chinesischen Baustil. Und nördlich von Downtown, in Hollywood, der weltbekannte Hollywood-Schriftzug in den Hollywood-Hills und natürlich die Universal Studios. Der Park der Universal Studios ist eine sehenswerte Attraktion mit aufwändigen Szenenparks und Bahnen. Dann in Santa Monica die schönen Palmenalleen und der lange Sandstrand. Doch diese Stadt hat auch einen riesen Nachteil. Durch die Lage zwischen den vielen Hügeln und dem starken Verkehr herrscht über der Stadt einen kostanten Smog. Los Angeles hat die stärkste Luftverschmutzung der USA. Für einen Tag ging es auch in die Mojave-Wüste. Nach einer knapp zweistündigen Fahrt durch die Wüste liegt am Fusse eines kleinen Gebrigszug die Geisterstadt Calico. Eine sehr schön erhaltene und zum Teil auch rekonstruierte Stadt, welche im Zuge des Silberbergbaus in die 80er Jahren des 19. Jahrhunderts aufgebaut wurde. Doch kurz darauf fiel der Silberpreis in den Keller und die Stadt wurde aufgegeben. Zu Ihrer Blütezeit hatte diese über 500 Minen und 1’200 Einwohner. Nun wieder einige Fotos:

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Kalifornien!

Endlich ist es soweit. Ein Drittel der Reise ist bereits vergangen und die Westküste wurde nach mehr als 8000km fahrt erreicht. Die Reise von der im „Valley of the Sun“ liegenden Stadt Phoenix nach Kalifornien führte durch die Wüste (ein kurzes Stück davon Sandwüste) und die Cuyamaca Mountains an der mexikanischen Grenze. Kaum ist das kleine Gebirge durchquert, ist Kalifornien sofort zu erkennen. Der Baustil der Häuser welcher sich verändert und unzählige Palmen. Nach einer Woche Wüste, gings so schnell wie möglich an die frische Meeresluft: In San Diego an den Strand im kleinen Stadtteil „Ocean Beach“. Nach einem kurzen und erholsamen Aufenthalt in San Diego war das nächste Ziel die Stadt der Engel: Los Angeles. Erster Halt in Long Beach. Und wie der Name es bereits erwähnt –  der Strand ist sehr lang! Gegen Abend gabs noch ein kurzer Spaziergang im Griffith Park mit einer schönen Aussicht über die Metropole. Ein paar Impressionen, beginnend mit der Skyline von Phoenix:

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Arizona

Nun verlassen wir New Mexico und durchqueren einen weiteren Staat auf dem Weg zur Westküste. Die Reise führt dabei durch Arizona. Bis nach Flagstaff noch der Route 66 entlang. Doch da diese leider nicht immer durchgehend befahrbar ist, findet ein grosser Teil dieses Abschnittes auf der Interstate statt. An der Grenze von New Mexico zu Arizona befinden sich einige Felsbehausungen der Anasazi-Indianer, welche das Gebiet bis ca. 1200 n. Chr. bewohnten. Danach zog dieses Urvolk nach Norden und Osten – eine langanhaltende Dürreperiode vertrieb diese Indianer aus ihrer Heimat. Eine weitere beeindruckende Sehenswürdigkeit ist der „Meteor Crater“. Ein äusserst gut erhaltener Krater mit einem Durchmesser von 1200m, entstanden durch einen Meteoriten-Einschlag vor etwa 50’000 Jahren. Bis nach Flagstaff geht der Roadtrip durch die Wüste. Doch bei Flagstaff ändert sich dies für einen Moment komplett. Auf dem Weg nach Sedona fährt man durch dichte Wälder und Schluchten mit gewaltigen Steinformationen aus rotem Sandstein. Besonders schön sind diese Felsen bei Sonnenauf- oder -untergang. Das nächste Ziel heisst nun Phoenix. Doch bevor wir in Phoenix ankommen, geht es zuerst über die Bradshaw Mountains. Die Landschaft wird wieder kahl, das Klima heiss und hunderte von Kakteen schiessen aus dem Boden.

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